KATZENPSYCHOLOGIE - haben Birmas eine Seele?  
   
 
 
     
  Ich habe mich sehr schwer damit getan, diesen Artikel zu schreiben. Nicht, weil es so schwierig wäre die Seele der Katzen zu beschreiben, aber wo fängt man an?  
     
  Natürlich haben Katzen, wie jedes Lebewesen eine Seele. Birmas sind wirkliche Seelchen. Alle Katzen sind extrem sensitiv, aber der Name der "heiligen" Birma kommt nicht von ungefähr. Sie sind empfindsamer und sensibler als andere Katzenrassen. Disharmonie, unausgewogene Lebenssituationen oder unangemessenes Benehmen ihrer Umgebung lässt sie nicht lange leben. Kann eine Birma nicht in Seelenverwandschaft mit einem Menschen oder einem anderen Wesen treten, dann verkümmert sie. Mehr als alle anderen Rassen ist dies das Birma-Lebenselixier.  
     
   
     
  Der Charakter offenbart sich häufig schon im Mutterleib, wie bei jedem Menschenkind. Ein energischer, kleiner Wirbelwind im Bauch seiner Mama wird auch nach seiner Geburt sich nicht anders entfalten. Oft begrüße ich das neugeborene Kätzchen mit einem "Hallo, wir kennen uns schon" und bekomme ein energisches fiepen und strampeln als Antwort.  
     
  Ich werde oft gefragt, ob ich den Charakter meines Katzenkindes voraussagen kann, wenn Interessenten zum Kitten anschauen kommen. Diese Frage verwundert mich meist. Können diese Menschen denn nicht sofort den Charakter des Kätzchens erkennen?! Natürlich nicht. Also, versuche ich zu erklären, welche Charaktereigenschaften das Kitten hat. Meist kann ich schon wenige Stunden nach der Geburt erkennen, welches neue, liebenswerte Seelchen seinen Weg in unsere Welt gefunden hat.  
     
   
     
  Verhaltensforscher sind seit langem der Meinung, dass die Birmas den Verstand eines 3-4-jährigen Kindes haben. Dem kann ich mich nicht anschliessen.  Sie verstehen sehr viel mehr auf eine andere Weise als wir. Ich denke, dass wir noch nicht richtig verstanden haben, wie Katzen empfinden und ihre Welt erleben.  
     
  Es gibt auch unter den Birmakatzen (wie auch den Menschen) weniger intelligente, clevere, schüchterne, freche, manchmal hyperaktive, verträumte, extro- oder introvertierte und hyperintelligente Birmchen. Diese kleinen Einsteins können Türen öffnen, die Menschentoilette benutzen oder sogar versuchen Stimmen am Telefon zu imitieren.  
     
  Einer unserer Kater hat beispielsweise immer den Telefonhörer abgenommen, wenn es geklingelt hat und versucht ein "hallo" zu imitieren, was ihm mal mehr oder weniger gut gelang. Lustigerweise, haben viele Leute einfach auf dieses etwas undeutliche "Hallo" angefangen drauflos zu reden und sich gewundert, warum als Antwort ein Schnurren und Miau-Laute kamen. Bis die Besitzerin von Mecki und ihre Anrufer verstanden hatten, was da vor sich ging, hat es eine Weile gedauert.  
     
  In der Regel haben es intelligente Katzen als Zuchtkatzen nicht leicht. So eine extrem intelligente Mutterkatze hat häufig keinen Nerv auf so etwas Profanes wie das Aufziehen von Kitten mit anderen Katzenmamis. Das finden sie einfach l a n g w e i l i g, sie sind enerviert und fangen an ihre  Mitkätzinnen zu dominieren aus lauter Frust. Das sind die Katzen, die meistens in einer Katzenzucht ein neues Zuhause suchen und an Einzelpersonen abgegeben werden, weil ihre Züchterbesitzer nicht verstanden haben, dass sie mehr Anregung und Kopfarbeit brauchen, um ausgeglichen zu sein.  
     
   
     
  Hundebesitzer mögen mir nun verzeihen, aber Katzen sind nach neuestem Forschungsstand intelligenter. Sie sind, außer den Schimpansen und einigen anderen Affenarten, in der Lage sich selbst im Spiegel zu erkennen und zu begreifen, dass es ihr Spiegelbild ist, dass ihnen dort entgegenscheint. Ein Menschenkind versteht dies etwa erst mit einem Jahr. Katzen kommunizieren untereinander einerseits mit Lautabfolgen, Mimiken und Gestiken, aber auch telepathisch. Der Mensch wird dies schnell feststellen können, in dem er seine Katze nicht mittels seiner Stimme ruft, sondern die Macht der Gedanken einsetzt. Er wird dann schnell herausfinden, dass die Katze schnell  kommt und ihn fragend anschaut. Das funktioniert aber nicht nur mit dem Rufen, sondern auch mit der Abfolge von anderen Kommandos. Während ich dies schreibe, kommen alle meine Katzen herbei und gucken nun sehr interessiert auf meinen Bildschirm. Unbewußt habe ich sie in meinen Gedanken hierher zitiert...  
     
   
     
  Es gäbe noch viel zu sagen. Ich möchte Sie aber mit einem seitenlangen katzenpsychologischen "Erguß" nicht langweilen.  
     
  Dennoch möchte ich eine Bitte an Sie formulieren:  
     
  Nehmen Sie Ihre Katze(n) ernst und versuchen Sie zu verstehen, was Ihnen Ihr Tier sagen möchte. Es kann zwar nicht in Ihrer Weise mit Ihnen sprechen, aber ein aufmerksamer Tierbesitzer lernt die telepathisch ausgesandten Mitteilungen zu verstehen und sollte seine Liebe und Respekt darin ausdrücken, in dem die Wünsche und Bedürfnisse des Tiere erfüllt werden!  
     
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