DIE BESTEN KINDERMÄDCHEN DER WELT
MIT DEN VIER WEIßEN PFOTEN UND DEN BLAUEN AUGEN...
 
   
  Die Frage, ob Birmchen und Kinder harmonieren wird mir sehr häufig gestellt.  
   
 
Tatsächlich ist es so, daß gerade diese Heiligen unter den Katzenrassen eine Affinität für Kinder besitzen. Vielleicht hängt dies mit ihrem clownesken Charakter zusammen, der sie zu den besten Spielpartnern werden läßt. Jeder, der eine Birma und ein Baby beobachtet, wird wie ich seine helle Freude an diesem Gruppenbild haben.
 
     
 
Viele Leute, die Katzenkinder von uns haben, berichten, daß selbst Kinder, die unter Konzentrationsmangel und Hyperaktivität leiden durch den Umgang mit den ruhigen Birmas sehr viel ausgeglichener und konzentrierter werden.
 
     
 
Im Gegensatz zu Hunden gehen die Katzen mehr auf die menschliche Psyche ein und zeigen Verständnis, wenn man sich momentan nicht wohl fühlt. Damit will ich sicherlich den Hundecharakter nicht herabwürdigen, aber es ist eine total andere Art des Umgangs. Ich bin mit Collies groß geworden und kann sehr wohl den feinen Unterschied zwischen den beiden Spezies beurteilen.
 
     
 
Bereits in den beiden Schwangerschaften haben mich meine Mädels verständnisvoll angesehen. Undine, die damals bei mir lebte, zwar keine "richtige" Birma im eigentlichen Sinne, hat sich immer auf die im Bauch strampelnde Jessica gesetzt, die sich durch das Schnurren und den sanften Druck des weichen Körpers recht gut schon im Mutterleib beruhigen ließ. Meine damaligen beiden Birmas haben mir bei den Rückenschmerzen ihre Wärme abgegeben, was mir half auch damit fertig zu werden. Nachdem meine Große geboren war, haben die Katzen mit mir die "Dreimonatskoliken" und die schlaflosen Nächte genauso müde wie ich durchwacht. Das Baby haben sie beobachtet und Besucher nicht gerne an die kleine Jessie heran gelassen und mißtrauisch beäugt.
 
   
 
Unsere dicke Samba war Annika's erste und beste Freundin, was bis heute so geblieben ist. Sie ist es auch, der unsere Kinder ihren Weltschmerz klagen und die immer wieder verständnisvoll zuhört, Kindertränen zum Trocknen bringen, wenn's die eigene Mutter nicht vermag. Ich kann mich an eine Szene erinnern als Annika auf der Krabbeldecke lag und Samba nicht "einkalkuliert" hatte, daß Annika sich drehen konnte und das Baby mit seinen Händchen sich laut vor Freude quietschend in ihrem Fell festgekrallt hatte. Die Arme saß mit einem gottergebenen Augenaufschlag mucksmäuschenstill und traute sich nicht zu rühren bis ich sie schnellstens aus dieser mißlichen Lage befreite. Besuch, der sich traute Baby Annika anzufassen, wurde angebrummt.
 
     
 
Meine Kinder haben sehr früh Rücksichtnahme und Toleranz den Bedürfnissen der Katzen gegenüber lernen müssen. Wenn sie mal einen kleinen Kratzer einsteckten und zum "Petzen " kamen, gab es eher von meinem Mann und mir noch eine weitere Gardinenpredigt als bedauernde Worte.
 
     
 
Im Zimmer unserer Jessica ist auch das sogenannte "Babyzimmer", in dem die Katzenkinder ca. ab der 3./4. Lebenswoche logieren, bis sie mit ca. 6 -8 Wochen die Treppen rauf- und runterlaufen können. Daher haben meine Katzenkinder in der Regel eine besondere Freude an neuen Besitzern mit Kindern. Es gibt aber auch bei diesen so Kinder gewöhnten manche Birmchen, denen man anmerkt, daß sie als ausgewachsene Katzen keinen Gefallen an Kindern hätten. Dies berücksichtige ich dann bei der Wahl der neuen Menschenfamilie. Gleiches gilt im besonderen Maße aber für die charakterlich so angelegten Familienkatzen, daß ich sie niemals an eine Einzelperson abgeben würde, wo sie unglücklich würden.
 
     
   
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